Panoramaaufnahmen

Eine Landschaft in einem klassischen Querformat abzulichten reicht manchmal nicht aus. Die große Herausforderung ist, die Weite und Tiefe der Landschaft auch im Bild darzustellen. Eine einfache Möglichkeit ist die Wahl des Objektives. Man kann zum Beispiel ein extremes Weitwinkel oder gar ein Fischeye-Objektiv verwenden. Diese haben aber den Nachteil, dass sie an den Rändern stark verzerren. Heute kann man das allerdings bis zu einem gewissen Maß mit Software wieder ausgleichen. Es gibt auch Objektiv-Aufsätze wie ein Shift-Objektiv. Bei diesem werden vor allem parallele Linien auch an den Seiten gerade gehalten.

Die andere Möglichkeit für eine Panorama-Aufnahme ist, sie aus mehreren Einzelaufnahmen zusammenzusetzen. Die meisten modernen Smartphones haben heute schon eine Funktion, mit der man sich entlang einer auf dem Bildschirm gezeichneten Linie dreht und so ein Panorama von fast 180 Grad machen kann.

Handgemachte Panoramabilder

In der professionellen Fotografie wird man aber kaum ein Telefon zur Hand nehmen. Zwar gibt es auch bei Profikameras heute eine automatische Panoramafunktion. Aber die meisten Berufsfotografen werden immer noch die Bilder einzeln aufnehmen und dann später am Computer zusammensetzen. Sie haben so mehr Kontrolle über die Belichtung und Blendenöffnung. Das kann aber auch zum Problem werden. Wenn bei einer Panoramaaufnahme plötzlich Wolken aufziehen, kann es passieren, dass die ersten Bilder noch Sonnenlicht hatten, dann aber das Licht geringer wurde. Manchmal wird dieser Effekt aber auch bewusst gewählt, um zum Beispiel einen Teil des Bildes zu betonen oder mit den Wolken dramatischer wirken zu lassen.

Die meisten Bildbearbeitungsprogramme können heute aus mehreren Bildern ein Panorama erstellen. Im Stitching-Prozess können auch Belichtungsunterschiede angepasst werden. Die Software findet automatisch heraus, wo sich die Bildgrenzen befinden und überlappt ähnliche Bereiche, so dass es nicht zu scharfen Kanten im Bild kommt.

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